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Wissenschaftspreise & Stipendien 2026/2027: Der Bewerbungskalender für herausragende wissenschaftliche Arbeiten
Haben Sie 2025 promoviert oder eine exzellente Masterarbeit geschrieben? Dann ist jetzt der Zeitpunkt, sich um renommierte Wissenschaftspreise zu bewerben. Vom Deutschen Studienpreis (bis zu 25.000 €!) bis zu Fachpreisen für Informatik oder Politik – wir haben alle wichtigen Deadlines für 2026 in einem Kalender zusammengefasst.
Opernadaption und Musikdramaturgie: Kuhlau’s „Lulu“ im Fokus der Forschung
Die Oper gilt seit ihrer Entstehung im späten 16. Jahrhundert als intermediales Kunstwerk, das literarische, musikalische und szenische Elemente zu einer dramatischen Einheit verbindet und seit je her von Adaptionen lebt. Sie lebt von der Wechselwirkung zwischen Textvorlage, Libretto und musikalischer Umsetzung, wodurch sich narrative, emotionale und ästhetische Ebenen überlagern. In der musiktheaterwissenschaft stehen daher Adaptionsprozesse im Zentrum, denn sie offenbaren, wie literarische oder dramatische Texte in musikalische Strukturen transformiert werden und welche Mittel Komponist:innen einsetzen, um Charaktere, Spannungsbögen und dramaturgische Höhepunkte zu gestalten.
Theodor Fontane trifft auf afrikanische Mythen: Ein literarischer Brückenschlag zwischen Rationalität und Magie
Arzt oder Schamane? Diagnose oder Fluch? In „Theodor Fontane und die Anderen“ tritt der europäische Realismus in einen faszinierenden Dialog mit afrikanischer Gegenwartsliteratur. Die vergleichende Analyse beleuchtet, wie medizinische Autorität und spiritueller Glaube gleichermaßen als Strategien dienen, um soziale Ordnung wiederherzustellen. Eine Studie über die Macht der Erzählung jenseits kultureller Grenzen, die zeigt: Fontanes Welt ist magischer, als wir dachten.
240.000 € für die freie Wissenschaft: Das Open-Access-Stipendium 2026
test Der Wandel zu Open Access ist die bedeutendste Entwicklung in der modernen Wissenschaftskommunikation. Doch die Realität zeigt: Die Finanzierungslast verschiebt sich zunehmend auf die Autorinnen und Autoren. Gerade in den Buchwissenschaften (Book Studies) decken institutionelle Fördertöpfe oft nicht die realen Herstellungskosten professioneller Verlagspublikationen ab. Wir bei Optimedien verstehen uns nicht nur als Dienstleister, sondern als aktiver Gestalter dieser Transformation. Deshalb setzen wir für das Publikationsjahr 2026 ein starkes Zeichen: Mit einem Gesamtfördervolumen von 240.000 EUR legen wir das bisher umfangreichste Förderprogramm unserer Verlagsgeschichte auf.
Logische Fundamente der Physik: Zur Diskussion über Naturkonstanten
Fundamentale Naturkonstanten – wie die Sommerfeldsche Feinstrukturkonstante, die Dirac‑Zahl oder das anomale magnetische Moment des Elektrons – nehmen in der Physik eine zentrale Rolle ein: Sie bestimmen Skalierungen und Verhältnisse, die das Verhalten von Materie und Feldern auf mikroskopischer und makroskopischer Ebene beschreiben. Während ihre numerischen Werte experimentell hochpräzise bestimmt werden, bleibt ihr theoretischer Ursprung in vielen physikalischen Modellen kontrovers oder ungeklärt. Klassische Standardmodelle der Teilchenphysik und die allgemeine Relativitätstheorie geben die Werte dieser Konstanten als gegebene Parameter vor, ohne sie aus tieferen Prinzipien abzuleiten. Über den Ursprung der Naturkonstanten setzt genau an dieser Leerstelle an und verfolgt einen axiomatischen Ansatz, um die fundamentalen Größen der Physik aus wenigen, logisch zwingenden Grundannahmen zu begründen und mit der experimentellen Realität zu verknüpfen.
Queerfeministische Pornografie und die Sichtbarmachung weiblicher Homosexualität
Die Analyse pornografischer Medien gewinnt in der aktuellen Forschung zunehmend an Bedeutung, da Pornografie nicht nur ein weit verbreitetes Massenmedium ist, sondern auch zentrale gesellschaftliche Normen und Machtstrukturen reflektiert. In einer Zeit, in der gesellschaftliche Diskussionen über sexuelle Selbstbestimmung, Gleichberechtigung und Diversität zunehmend in den öffentlichen Fokus rücken, bietet die Untersuchung pornografischer Inhalte einen besonders direkten Zugang, um die Konstruktion von Geschlecht, Lust und Begehren zu analysieren.
SHRA – Aufsatzwettbewerb 2025/2026: „Altersgrenzen im Wandel: Entwicklungsgerechtes Jugendstrafrecht“
Thema und Fragestellung Die Stiftung der Hessischen Rechtsanwaltschaft (SHRA) schreibt für den Zeitraum 2025/2026 einen Aufsatzwettbewerb aus und lädt Jurastudierende an deutschen Universitäten (einschließlich Promotionsstudierender) sowie Rechtsreferendarinnen und Rechtsreferendare zur Teilnahme ein. Gegenstand der Ausschreibung ist ein Themenfeld, das Strafrechtswissenschaft, Rechtsanwendungspraxis und Kriminalpolitik seit Jahren begleitet und aktuell erneut an Schärfe gewinnt: Unter dem Titel […]
SHRA – Aufsatzwettbewerb 2024/2025: „Verfassungsfeindlich, aber nicht verboten. (Wie) ist das Recht auf die Präsenz verfassungsfeindlicher Parteien eingestellt?“
Die Stiftung der Hessischen Rechtsanwaltschaft schreibt für 2024 einen studentischen Aufsatzwettbewerb aus, der einen Kernkonflikt der streitbaren Demokratie in den Mittelpunkt stellt: Wie reagiert das Recht auf die Präsenz verfassungsfeindlicher Parteien, solange diese nicht durch das Bundesverfassungsgericht verboten sind? Die Ausschreibung adressiert damit eine Lage, die in der verfassungsrechtlichen Praxis immer wieder sichtbar wird: Das Grundgesetz knüpft die einschneidendste Konsequenz – das Parteiverbot – an hohe Hürden und ein formalisiertes Verfahren, während politische und administrative Praxis zugleich nach Instrumenten sucht, mit denen Risiken und Einflussnahmen verfassungsfeindlicher Akteure begrenzt werden können.Im Zentrum steht das Spannungsverhältnis zwischen Parteienfreiheit und Schutz der freiheitlich-demokratischen Grundordnung. Das Parteienprivileg schützt Parteien und ihre Mitglieder vor nachteiliger Beha
SHRA – Aufsatzwettbewerb 2023/2024: „Ziviler Ungehorsam im 21. Jahrhundert: Wie weit bewegen sich Aktivisten noch im Rahmen der geltenden Gesetze?“
Thema und Fragestellung Die Stiftung der Hessischen Rechtsanwaltschaft schreibt einen Aufsatzwettbewerb zum Thema „Ziviler Ungehorsam im 21. Jahrhundert: Wie weit bewegen sich Aktivisten noch im Rahmen der geltenden Gesetze?“ aus und verbindet damit eine gesellschaftlich hochaktuelle Frage mit einem präzisen juristischen Prüfauftrag: Protest ist im Rechtsstaat grundrechtlich geschützt, kann aber dort in Konflikt mit der […]
Logik, Urzahlen und die Verknüpfung von Mikro- und Makrokosmos
Die Fragestellung: Grundlagenstrukturen in der Physik Die moderne Physik und Kosmologie stehen nach wie vor vor fundamentalen Fragen: Wie lassen sich elementare Teilchen, deren Wechselwirkungen und die Bildung makroskopischer Strukturen in einen konsistenten theoretischen Rahmen einbetten? Welches sind die mathematischen und logischen Voraussetzungen für die Existenz von Materie und Energie, und wie lassen sich die […]
Programm
- Rechtswissenschaft
- Sozialwissenschaften
- Geisteswissenschaften
- Publizieren
- Verlagsrichtlinien
- Bibliotheken
- Buchhandel
- Presse
- Rezensionen
- Rechte & Lizenzen
Open-Access-Stipendium
Ein Förderinstrument für chancengerechtes Open-Access-Publizieren in der Wissenschaft. Zuwendungszweck Die Transformation des wissenschaftlichen Publikationswesens hin zu Open Access (OA) ist ein zentrales Anliegen der zeitgemäßen Wissenschaftskommunikation. Mit der Umstellung auf publikationsbasierte Geschäftsmodelle verlagern sich Kostenstrukturen zunehmend auf die Seite der Autorschaft („Author-Pays-Model“). Obgleich institutionelle Publikationsfonds existieren, decken diese oft nicht die vollständigen Book Processing Charges […]
Publikationsfonds
Publikationsfonds sind ein zentraler Baustein der Open-Access-Finanzierung: Sie übernehmen ganz oder teilweise Gebühren für Zeitschriftenartikel oder Bücher und sind häufig an klare Förderkriterien gebunden. Der Beitrag zeigt, wer fördert, wie Entscheidungen typischerweise zustande kommen und welche Punkte bei der Antragstellung besonders relevant sind.
Open Access publizieren
Erhöhte Sichtbarkeit durch offene Publikationsmodelle Open Access (OA) hat sich von einem randständigen Ansatz zu einem zentralen Element der wissenschaftlichen Publikationslandschaft entwickelt. Ziel ist es, Forschungsergebnisse nicht länger ausschließlich über kostenpflichtige Zugänge oder spezialisierte Bibliotheksbestände verfügbar zu machen, sondern sie frei zugänglich, dauerhaft auffindbar und rechtlich nachnutzbar bereitzustellen – für die Wissenschaft ebenso wie für […]
Preprints, Postprints, Version of Record
Wissenschaftliche Texte liegen heute fast nie nur in einer einzigen Fassung vor. Zwischen der ersten Einreichung und der endgültigen Veröffentlichung bei einem Verlag oder in einer Zeitschrift durchläuft ein Manuskript mehrere Versionen. Im Publikationsalltag spricht man dabei vor allem von drei Stadien: Preprint, Postprint und Version of Record. Diese Unterscheidung ist nicht nur terminologisch wichtig, […]
Richtig zitieren
Zitieren ist weit mehr als das Befolgen formaler Vorgaben. Quellenangaben machen sichtbar, auf welchen Vorarbeiten ein Text aufbaut, sie legen Argumentationswege offen und ziehen eine klare Grenze zwischen eigener Analyse und übernommenen Gedanken. Wer sorgfältig zitiert, schützt sich nicht nur vor Plagiatsvorwürfen, sondern trägt aktiv zur Transparenz wissenschaftlicher Kommunikation bei. Gleichzeitig erleichtert korrektes Zitieren Leser:innen […]
Geschlechtergerechte Sprache
Geschlechtergerechte Sprache ist kein modischer Zusatz, sondern eine Konsequenz aus der Einsicht, dass Sprache nicht nur abbildet, sondern Wirklichkeit mitkonstruiert. Wie wir Personen bezeichnen, wen wir sprachlich sichtbar machen und wer „mitgemeint“ sein soll, prägt Vorstellungen von Zugehörigkeit, Kompetenz und Normalität. Geschlechtersensible Formulierungen zielen darauf, alle Geschlechter – Frauen, Männer und nicht-binäre Personen – in […]
Plagiate und Plagiatsprävention
Plagiate zählen zu den gravierendsten Verstößen gegen wissenschaftliche Standards. Sie gefährden das Vertrauen in Forschung und Lehre, beschädigen persönliche wie institutionelle Reputation und können schwerwiegende rechtliche sowie akademische Konsequenzen nach sich ziehen – bis hin zum Entzug von Abschlüssen oder Titeln. Darüber hinaus werfen sie grundsätzliche Zweifel an der Zuverlässigkeit wissenschaftlicher Erkenntnisse auf. Gleichzeitig entstehen […]
Peer Review
Peer Review ist das zentrale Qualitätssicherungsverfahren in der Wissenschaft. Bevor ein Artikel, ein Sammelbandbeitrag oder eine Monographie in einer Fachzeitschrift oder einem wissenschaftlichen Verlag erscheint, wird er in vielen Fällen von unabhängigen Fachkolleg:innen begutachtet. Ziel ist nicht, „Fehlerfreiheit zu garantieren“, sondern die wissenschaftliche Qualität, Nachvollziehbarkeit und Anschlussfähigkeit eines Beitrags zu überprüfen und – im besten […]
Wissenschaftliche Sichtbarkeit
Reichweite und Wirkung Wissenschaftliche Sichtbarkeit bezeichnet nicht bloß „Bekanntheit“, sondern die systematische Auffindbarkeit, Rezeption und Einbettung von Publikationen in den Strukturen des wissenschaftlichen Kommunikationssystems. Eine Publikation ist wissenschaftlich sichtbar, wenn sie dort erscheint, wo Forscher:innen tatsächlich recherchieren: in Bibliothekskatalogen, Fachdatenbanken, Zitationsindizes, Repositorien und Suchmaschinen – und wenn sie in diesen Umgebungen eindeutig identifiziert, zitiert und […]
Buchausstattung und -druck
Die inhaltliche Qualität eines Buches entscheidet darüber, ob ein Text dauerhaft relevant bleibt. Ebenso wichtig ist jedoch seine äußere Form: Buchausstattung und Druck bestimmen, wie gut ein Werk lesbar, haltbar und wahrnehmbar ist – im wissenschaftlichen Kontext ebenso wie im allgemeinen Buchmarkt. Wer ein Buch veröffentlichen möchte, sollte die zentralen Entscheidungen zur Buchausstattung bewusst treffen: […]




















