240.000 € für die freie Wissenschaft: Das Optimedien Open-Science-Stipendium 2026

von Dr. Lara Hedžić | Nov. 23, 2025 | Finanzierung

Der Wandel zu Open Access ist die bedeutendste Entwicklung in der modernen Wissenschaftskommunikation. Doch die Realität zeigt: Die Finanzierungslast verschiebt sich zunehmend auf die Autorinnen und Autoren. Gerade in den Buchwissenschaften (Book Studies) decken institutionelle Fördertöpfe oft nicht die realen Herstellungskosten professioneller Verlagspublikationen ab.

Wir bei Optimedien verstehen uns nicht nur als Dienstleister, sondern als aktiver Gestalter dieser Transformation. Deshalb setzen wir für das Publikationsjahr 2026 ein starkes Zeichen: Mit einem Gesamtfördervolumen von 240.000 EUR legen wir das bisher umfangreichste Förderprogramm unserer Verlagsgeschichte auf.

Das Ziel: Exzellenz unabhängig vom Budget

Unser Ziel ist es, herausragende Forschungsleistungen sichtbar zu machen – unabhängig von der finanziellen Ausstattung des Lehrstuhls oder dem Karrierestatus der Forschenden. Das Stipendium richtet sich gezielt an Autor:innen von Monografien (insb. Dissertationen und Habilitationen) sowie Herausgeber:innen von Sammelbänden, die höchste wissenschaftliche Ansprüche erfüllen.

Die Eckdaten der Ausschreibung 2026

  • Fördervolumen: Insgesamt stehen 240.000 EUR zur Verfügung.
  • Projekte: Wir planen die Förderung von bis zu 80 Publikationsvorhaben im Jahr 2026.
  • Individualförderung: Pro Titel gewähren wir einen Zuschuss von bis zu 3.000 EUR.

Das Modell: Lückenschluss statt Gießkanne

Das Besondere am Optimedien Open-Science-Stipendium ist der Ansatz des „Gap Funding“ (Lückenschluss-Finanzierung). Wir wissen, dass viele Universitäten und die DFG („Open-Access-Publikationskosten“) bereits wichtige Grundfinanzierungen leisten. Oft verbleibt jedoch eine Finanzierungslücke, die Autor:innen privat schließen müssten.

Hier greift unser Stipendium subsidiär: Wir kombinieren unsere Verlagsmittel intelligent mit den Ihnen zur Verfügung stehenden institutionellen Geldern. Durch diesen Hebel erreichen wir in der Mehrheit der Fälle eine vollständige Kostenfreiheit für Sie als Autor:in. Sie profitieren damit von den Vorzügen des „Diamond Open Access“-Status, ohne auf die professionelle Infrastruktur und das Renommee eines Fachverlags verzichten zu müssen.

Qualitätskriterien und Vergabe

Die Vergabe der Stipendien erfolgt qualitätsgeleitet. Voraussetzung ist ein positiv beschiedenes Peer-Review-Verfahren sowie die Einhaltung unseres ethischen Kodex. Wir fördern gezielt Werke, die durch wissenschaftliche Relevanz überzeugen und durch Open Access einen gesellschaftlichen Mehrwert bieten.

Detaillierte Informationen zu den Hintergründen unserer Förderphilosophie finden Sie in unserem Grundsatzpapier: Hintergründe zum Optimedien Open-Science-Stipendium

Bewerbung für 2026

Das Bewerbungsverfahren ist direkt in unseren Einreichungsprozess integriert, um bürokratische Hürden zu minimieren. Bitte vermerken Sie Ihren Wunsch nach Prüfung auf Förderung direkt bei der Manuskripteinreichung. Die Mittel werden nach dem Prinzip des Eingangs qualifizierter Anträge („Rolling Applications“) vergeben.

Wir laden Sie herzlich ein, Ihre Forschung mit uns sichtbar zu machen.

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